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Datenklau beim FSB Russland von Daten der Größe 7,5 Terabyte darunter auch Identifizierung von Tor Nutzern

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Datenklau beim FSB Russland von Daten der Größe 7,5 Terabyte darunter auch Identifizierung von Tor Nutzern

#1

Beitrag von Astor27 » So 21. Jul 2019, 19:07

Eine große Datenpanne beim IT-Dienstleister SyTech hat den russischen Geheimdienst FSB in Mitleidenschaft gezogen. Die Hackergruppe 0v1ru$ hat Berichten zufolge bei dem Auftragnehmer des KGB-Nachfolgers 7,5 Terabyte an Daten zu laufenden Projekten und Operationen der Moskauer Spionagebehörde entwendet. Daraus geht etwa hervor, wie der Inlandsgeheimdienst Nutzer des Anonymisierungsdienstes Tor zu identifizieren sucht, selbst im großen Stil Informationen aus sozialen Netzwerken abzweigt und Russland gegebenenfalls vom Internet abkoppeln will.
0v1ru$ hatte am 13. Juni zunächst die derzeit nicht funktionierende SyTech-Website mit einem Yoba-Emoticon verziert sowie darauf andere Hinweise auf den Hack gestreut. Später gab das Kollektiv die erbeuteten Daten an die größere Hackergruppe Digital Revolution weiter, die das Material an diverse Pressevertreter weitergab und Hinweise darauf über Twitter verbreitete. Die Hacker ätzten, dass der FSB seine enthüllten Aktivitäten am besten in "Operation Küchensieb" umbenennen sollte.Quellen: https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 76027.html
für den doch so hochgelobten Geheimdienst FSB Russlands dürfte das mehr als nur peinlich sein.
Ich empfehle den download und update immer von der Original Seite der Software.

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Re: Datenklau beim FSB Russland von Daten der Größe 7,5 Terabyte darunter auch Identifizierung von Tor Nutzern

#2

Beitrag von Joker » So 21. Jul 2019, 20:11

Der FSB hat für die Deanonymisierung der Tor Nutzer eigene Tor-Exit-Nodes eingesetzt, wie dem
Artikel zu entnehmen ist.

So funktioniert das Tor Netzwerk:
Wie die namensgebende Zwiebel besteht das Tor-Netz aus mehreren Schichten. Verschiedene
Router führen nach dem Zufallsprinzip durch das innere Tor-Netzwerk. Der Weg beginnt immer mit
einem Eingangsknoten (Entry Node), mit dem sich der Tor-Client verbindet. Diese Verbindung zwischen
Client-Computer und Entry Node ist verschlüsselt. Da der Entry Node die IP-Adresse des Clients kennt,
wird nun der Verkehr zum nächsten Tor-Knoten weitergeleitet. Dieser hat nur auf die IP-Adresse seines
Vorgängers Zugriff (Abb. 1). Somit ist die Quell-IP-Adresse des Clients nicht mehr bekannt, wenn der
Ausgangsknoten (Exit Node) schließlich das Datenpaket über das Internet anfragt.
"(Quelle: https://www.heise.de/ix/heft/Hinter-Sch ... ite=&view=)"
Wichtig bei der Nutzung des Tor Netzwerkes ist, dass als Ausgangsserver in's Internet ein "Good Exit Node"
gewählt wird, denn diese letzte Verbindung ist nicht verschlüsselt. Sogenannte Tor Good Exits findet man
im Privacy Handbuch. In der Tor Konfigurationsdatei torrc kann man die gewünschten Good Exit Nodes
konfigurieren. Dann kann auch der FSB Nutzer des Anonymisierungsdienstes Tor nicht identifizieren.
"(Quelle: https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_24n.htm)"

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