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Handel mit Daten - Datenwege

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Jekyll Hyde
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Handel mit Daten - Datenwege

#1

Beitrag von Jekyll Hyde » Do 10. Jan 2019, 10:11

Betrifft in diesem Fall die Österreichische Post. Aber wie sieht es bei der Deutschen Post, DHL und anderen Paketunternehmen aus ?

Der Weg der Daten
Viele Unternehmen handeln mit Daten und generieren Digitale Identitäten. Am Beispiel der Österreichischen Post zeichnen wir den Weg der Daten nach und hinterfragen die Rechtmäßigkeit des Adresshandels
[ ]
Daten sammeln und zu bearbeiten, ist nicht besonders schwierig. Man braucht nicht einmal immer die Zustimmung der jeweiligen Person: Aus Unternehmenssicht ist es lediglich notwendig, das Gewerbe des Adresshändlers auszuüben, ...
[ ]
Diese wenigen Daten dienen als Fundament, um darauf in den nächsten Schritten ein steckbriefartiges Datengerüst über die jeweilige Person aufzubauen. Adresshändler agieren von sich aus und sind nicht darauf angewiesen, dass Personen selbst durch Dateneingabe aktiv werden.
[ ]
Außerdem können Daten auch direkt von Personen durch die Anmeldung zu Newslettern, durch die Teilnahme bei Gewinnspielen oder durch Registrierung oder die Auswertung des Kaufverhaltens in Online-Services gewonnen und gespeichert werden.
[ ]
Im Auskunftsbegehren der Post finden sich daher neben zugestellten Paketsendungen auch Daten von Lichtbildausweisen, mit dem eingeschriebene Briefe bei der Post entgegengenommen wurden, oder auch die E-Mail-Adresse, mit der bei Amazon bestellt worden ist.
[ ]
Zusätzlich sammelt die Post Kundendaten aus ihrem eigenen Ökosystem: Neben Gewinnspielen und Newslettern gibt es post.at, den E-Brief oder als Sonderfall den Nachsendeauftrag. Dieser gewährleistet der Post, stets aktuelle Adressdaten ihrer Kunden zu besitzen,
[ ]
Für spezielle Anforderungen, die über den einfachen Adresshandel hinausgehen, gibt es bei der Post einen speziellen Service:
[ ]
Im Rahmen der Auskunftsbegehren haben wir herausfinden, dass die Post Adressen u.a. an Ikea, Verbund, Wirtschaftsbund und Parteien (SPÖ, ÖVP, NEOS, Grüne) weitergibt bzw. weitergegeben hat.
[ ]
Der Adress- und Datenhandel in Österreich spielt sich nach unseren Recherchen größtenteils im rechtlich legalen Bereich ab, sofern eben nicht mit sensiblen Daten ohne Zustimmung der User gehandelt wird.
aus Quelle https://www.addendum.org/datenhandel/der-weg-der-daten/
Wenn die Post Partei ergreift
Die Post verdient ihr Geld auch mit Adresshandel. Unter anderem werden Daten mit der Parteiaffinität von Österreichern für Wahlwerbung verkauft. Datenschützer halten das für nicht legal.
Quelle https://www.addendum.org/datenhandel/parteiaffinitaet/
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Re: Handel mit Daten - Datenwege

#2

Beitrag von Joker » Do 10. Jan 2019, 11:31

Passt zwar nicht unbedingt zum Thema, ist aber durchaus lesenswert. Die REAL SB-Warenhaus GmbH
hatte in etlichen Filialen im Herbst 2016 eine Gesichtsanalyse eingeführt. Ich kann mich noch gut daran
erinnern, dass Bildschirme, die eine Gesichtsanalyse durchführten, über dem Kassenbereich meines
"REAL Marktes" installiert waren. Die Post hatte auch damit begonnen, in einigen Testfilialen Gesichtsscans
durchtzuführen.
"(Quelle: https://2017.digitalcourage.de/presse/p ... st-ag.html)"
"(Quelle: https://netzpolitik.org/2017/buergerrec ... kunden-an/)"
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Re: Handel mit Daten - Datenwege

#3

Beitrag von Jekyll Hyde » Do 10. Jan 2019, 12:04

@Joker - heißt ja Handel mit Daten, Datenwege :)

Die Neuste Errungenschaft von Smartphones ist "Gesichts ID", wo sich der Einzelne selbst identifizieren kann, weil die "Fingerabdruck ID" nicht mehr sicher sein soll.

Die Bürger geben heute überall auf den a-sozialen Medien alles freiwillig her. Dadurch machen sich die Leute leider auch immer weniger Gedanken drüber, wo alles landet, wer dies alles sehen kann.
Auf der ehemaligen Meldestelle was heute neudeutsch Bürgeramt heißt, wurde ich (noch) gefragt, ob ich meinen Fingerabdruck auf meinem neuen Perso haben möchte. Wir waren uns Beide einig, solang dies noch freiwillig ist, muss das nicht sein.
Nach neuster Technik wäre der Fingerabdruck auf dem Personalausweis schon nicht mehr sicher.
Eine Gesichts ID auf einem Personalausweis wäre demnach aber nur mit einem Smartphone möglich.
Noch ist die Nutzung eines Smartphones jedoch noch freiwillig ... :confused: :)
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Re: Handel mit Daten - Datenwege

#4

Beitrag von Joker » Do 10. Jan 2019, 13:14

Als ich 2014 einen neuen Personalausweis beantragte, konnte ich auch
wählen, ob ich das "Feature" Fingerabdruckdaten als biometrisches Merkmal
haben möchte. Der Ausweis wäre dann mit einem Funkchip ausgestattet, mit
dem ich dann mit einem speziellen Lesegerät vom PC zu Hause einkaufen könnte.
Auf dem Funkchip sind mehrere Identitäten gespeichert, wie ich im Merkblatt
des BürgerServiceCenters lesen konnte. Name, Vorname, Wohnort, Geburtsdatum,
ein digitales Lichtbild und, wenn man zustimmt, die Fingerabdruckdaten als
biometrisches Merkmal. Ich habe natürlich auf das beschriebene Feature
verzichtet, da ich Nichtraucher bin. Wenn ich Raucher wäre, könnte ich mit
dem Personalausweis und der auf dem Chip gespeicherten digitalen Identität
Zigaretten der Marke ..... (schreib ich wegen Werbung jetzt nicht) am
Automaten als Erwachsener kaufen.
:lol27:
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