Seite 1 von 1

Opera Turbo Mode gegen Schnüffelei?!

Verfasst: Do 12. Nov 2015, 18:50
von Gast
Hallo Leute

ich arbeite in einem mittelgroßen Unternehmen mit einer - nennen wirs mal Diktatur. Nachdem einige Pappenheimer während der Arbeit sich gemütlich auf Pornoseiten einen ... haben, wird alle paar Wochen das Internetprotokoll einiger Nutzer auf dem Server angeschaut. Natürlich heißt es dass es "zufällig" ausgewählt wird, aber da der Chef das zufällig auswählt sind es die, die er loshaben will oder gegen die er was hat.

Ich selbst nutze das Internet nur geschäftlich, in den Pausen mal eine Nachrichtenseite.


Dennoch finde ich diese Praktiken nicht in Ordnung und es verbietet mir keiner meine legalen Internetbesuche zu verschleiern.

Es gibt ebenfalls einen Filter der die URL auf entsprechende Wörter überprüft aber manchmal auch zu weit geht. Abhilfe schafft hier der Opera Turbo Mode, der ja wie ein proxy funktioniert.

Jetzt habe ich hierzu Fragen (als jemand der sich mit sowas nicht wirklich auskennt):
1. Verschlüsselt oder verhasht der auch meinen Aufruf oder nur die Seite die zurückkommt?
2. Ist der Aufruf z.B. zwei Wochen später in Opera aufrufbar? Sprich wenn der Chef dieses Kauderwelsch in den Browser einfügt, kann dann nachvollzogen werden was das war?

Also im Grunde:
Ist mit dem Turbo Mode meine Internetaktivität nachvollziehbar?

Re: Opera Turbo Mode gegen Schnüffelei?!

Verfasst: Do 12. Nov 2015, 20:01
von Astor27
Hallo mrHiggins
Willkommen im Forum
Deine frage ist eigenartig was willst du wissen ob dein Chef es nachverfolgen kann oder wie du es verhindern kannst.
Ansonsten gibt es dafür auch bei euch sicherlich eindeutige regeln in der Firma für das private Internet .
-- Diktatur
--Natürlich heißt es dass es "zufällig" ausgewählt wird, aber da der Chef das zufällig auswählt sind es die, die er loshaben will oder gegen die er was hat

Für mich unglaubwürdig sorry

Jede Internetaktivität ist nachweisbar.
mfg

Re: Opera Turbo Mode gegen Schnüffelei?!

Verfasst: Do 12. Nov 2015, 20:03
von Alex
Da werde ich keine Antwort darauf geben.

Re: Opera Turbo Mode gegen Schnüffelei?!

Verfasst: Fr 13. Nov 2015, 00:23
von darktwillight
Ich bin kein Jurist, der könnte Dir bestimmt mehr dazu sagen!

Aber hier mal Öffentliche Quellen dazu:
Dem Arbeitgeber ist ein berechtigtes Interesse zuzubilligen, den Umfang der erlaubten
privaten Nutzung zu beschränken und diese Einschränkungen auch kontrollieren zu können.
https://www.datenschutzzentrum.de/inter ... utzung.pdf
https://www.bfdi.bund.de/bfdi_wiki/inde ... beitsplatz
Was soll den bei dem Opera Turbo Modus dich so sicher machen?
Bitte nachlesen:
Datenverkehr-Einsparungen und Turbomodus
http://www.opera.com/de/turbo
Ihre Privatsphäre ist uns sehr wichtig. Wenn Sie auf einer sicheren Website surfen, z. B. Ihrer Bank- oder E-Mail-Website, bleiben wir außen vor. Ihre sicheren Daten werden direkt zwischen Ihrem Gerät und der Website ausgetauscht.

Bei Videoübertragungen können wir die Website anweisen, die verwendete Bitrate zu ändern, aber wir können nicht sehen, was auf Ihr Gerät gestreamt wird.

Um den Dienst zu verbessern, protokollieren wir bestimmte Informationen: Ihre IP-Adresse und Ihren User-Agent, die Adressen der besuchten Seiten und die Zeitstempel. Diese Daten werden bis zu sechs Monate gespeichert.
http://www.opera.com/de/turbo
Ich wäre da ganz Vorsichtig, was man Jemanden an eine Arbeits PC alles so nachweisen kann!
Server/Router Protokolle - IP und aufgerufene Seiten - Abgelegte TMP und andere Files.
Die man wenn man weiß wie Teilweise zurück holen kann.

Re: Opera Turbo Mode gegen Schnüffelei?!

Verfasst: Fr 13. Nov 2015, 09:39
von Joker
In den letzten 7 Jahren meines Arbeitslebens bekam die Firma, in der ich tätig war, einen neuen Chef.
Der anfangs umgängliche Chef erwies sich dann auch als selbsternannter Diktator, als seine Kompetenzen
erweitert wurden. Und selbstverständlich wurden wir auch vorsichtiger mit den Surfgewohnheiten. Gedanken
über das Ausspionieren machten wir uns selbstverständlich auch schon damals. So ab Mitte 2003 wurden
unsere PC-Arbeitsplätze dann auf sogenannte Thin Clients mit Linux als Betriebssystem umgestellt.
Die Arbeitssoftware lag auf einem Terminalserver außerhalb der Firma in einer anderen Großstadt. . Als
Browser nutzen wir damals nur den Internet Explorer. Mir ist nicht erinnerlich, ob wir damals unsere Surfspuren
im Internet Explorer löschen konnten oder unsere Rechte auf dem Thin Client soweit eingeschränkt waren, dass
das nicht möglich war. Und selbstverständlich war es nicht möglich, selbst Software auf dem Thin Client zu
installieren. Ich denke mal, dass der Bundestag nach dem Hacker-Angriff zukünftig auch mit Thin Clients
ausgestattet wird. Thin Clients verhindern besser, dass sich Schadsoftware dauerhaft auf Rechnern festsetzt
und verbreitet, indem man sie "dümmer" macht, also quasi an den Nutzer anpasst, der vor dem Bildschirm
sitzt.
:biggrinn: